Sozialprojekt „Heizraum“

Die Idee ein Sozial-Projekt zu initiieren, stammt aus einer Diskussion während unserer Generalversammlung im Jahr 2008.
Viele Mitglieder waren damals der Ansicht, dass es Aufgabe der Waldviertel Tour sein sollte, auch eine eigene Initiative zu starten – und mehr noch – diese größtenteils selbst umzusetzen.

Beratung durch die Caritas NÖ

Zu allererst standen wir vor der Herausforderung, eine Aufgabe zu finden, der wir uns auch gewachsen fühlten. Mit unserer Idee wandten wir uns an die Caritas NÖ, die uns dankenswerter Weise an ihren ehemaligen Mitarbeiter Josef Kuttelwascher verwies. Eine glückliche Fügung, wie wir sie uns besser nicht hätten wünschen können.

Josef Kuttelwascher berichtete uns über eine alleinerziehende Mutter von drei Kindern im Raum Zwettl. Nachdem wir uns bei der Familie vorgestellt hatten und feststellten, wie wir sie unterstützen könnten, viel die Entscheidung, einen Heizraum mit Heizungsanlage zu errichten.

Erste Besprechung des Projektes im Jänner 2009. Stefan Nikl, Josef Kuttelwascher, Oppitz Martin

Der Bauplan

Bauplan „Heizraum“ Germanns

In der Planungsphase wurden die technischen Zeichnungen und die Einreichpläne unter der Leitung unseres Mitglieds BM Paul Jansen-Hrncirik erstellt. Nach erfolgter Genehmigung erfolgte der Spatenstich am 24. April 2010.
Zu Beginn der ersten Arbeiten sahen wir uns mit der Aufgabe konfrontiert, den Stadl, in dem der Heizraum errichtet werden sollte, von Gerümpel freizuräumen. Wie allgemein bekannt, sammelt sich so allerhand „Nicht-Gebrauchtes“ in einem Schuppen an….

Der Aushub

Nachdem dieser erste Schritt erledigt war, begannen wir mit den Aushubarbeiten für das Fundament.

Top motiviert während der Aushubarbeiten. Paul Hrncirik, Stefan Nikl, Siegfried Baumgartner,  Reinhard Beisser

Alsbald stießen wir auf sehr lehmiges Terrain, das – zur zusätzlichen Erschwernis unserer Arbeiten – mit großen Steinen durchzogen war. Die Arbeiten, die ausschließlich mit Krampen und Schaufel von uns durchgeführt wurden, dauerten viele Stunden.

Das Fundament

Betonlieferung der Firma Swietelsky

Nachdem der Aushub erfolgreich beendet wurde, konnten wir mit dem Einbringen von Schotter beginnen. Das benötigte Material wurde uns vom RLH Großglobnitz  zur Verfügung gestellt. Unser Dank geht an dieser Stelle an Oberverwalter Gerhard Haffert. Derartige Unterstützungen stellten große Erleichterungen dar und erlaubten uns, das Projekt zügig voranzutreiben.

Exakt abgestimmtes Arbeiten: Betonieren

Auf großzügige Unterstützung konnten wir auch bei den Betonierarbeiten zählen: Die gesamte Betonmenge wurde uns von der Firma Swietelsky bereitgestellt – dafür bedanken wir uns sehr herzlich bei Ing. Erich Peinter! Die Betonierung wurde am 8. Oktober 2010 unter der Leitung von Igor Orehovsky erfolgreich abgeschlossen.

Das betonierte Fundament

Die umfangreiche Trocknungszeit, die wir unserem Fundament gönnten, nutzten wir für die Akquise von Spendengeldern, um die Finanzierung der Baumaterialien sicherzustellen. Durch die Veranstaltung von mehreren Charity-Events und Kollekten bei unseren Stammtischen waren wir bald  in der Lage, die notwendigen Baumaterialien einzukaufen.
Nach Lieferung der Materialien durch das Lagerhaus Gmünd begannen wir mit der Errichtung der Wände.

Siegfried Baumgartner am Überlager

Da wir mittlerweile ein sehr gut eingespieltes Team waren und Josef Kuttelwascher eine ausgezeichnete Arbeitsteilung koordinierte, kamen wir rasch voran. Auch ein Fenster und die Eingangstüre wurden reibungslos exakt eingebaut. Wir waren sehr stolz auf unsere erbrachte Leistung!

Ing. Roland Postl beim Einbau der Türe

Die Verpflegung

Wichtig war auch das leibliche Wohl: Unser lieber Oppitz Martin bereitete uns umfangreiche Mahlzeiten zu und versorgte uns regelmäßig mit elektrolytischen Durstlöschern!

Ausgewogene Mahlzeiten waren sehr wichtig! Fachkundig zubereitet vom Oppitz Martin.

Das Verputzen & die Deckenkonstruktion

Nachdem die Grundamauern errichtet, Fenster und Tür eingestzt waren, begannen wir mit dem Verputzen der Innenwände. Obwohl etwas aus der Übung, gelang auch dieses Unterfangen zur allgemeinen Zufriedenheit!

Der Grobputz und Teile der Deckenkonstruktion

 

Der fertige Feinputz – makellos

Der Einbau der Feuer-hemmenden Deckenkonstruktion war unsere nächste Aufgabe. Hier konten wir uns – wie immer – auf unseren Josef Kuttelwascher verlassen. Er war mit seiner Erfahrung, Weitsicht und seinem immensen Arbeitseifer auch bei diesem Projekt-Abschnitt federführend!

Der Erlacher

Unsere Bauarbeiten waren hinsichtlich des Raumes nahezu abgeschlossen, sodass wir uns der Errichtung des Rauchfangs widmen konnten. Die Firma Reissmüller in Waidhofen / Thaya ermöglichte es uns, die notwendiegen „Erlacher“-Ziegel zu günstigen Konditionen zu beziehen. Unser herzlicher Dank geht an dieser Stelle an Herrn Ewald Gegenbauer!

Stefan Nikl beim Aufmauern des Rauchfangs, 9. März 2015

Bald nach Beginn der Maurerarbeiten erreichten wir die Dachschräge. Nach Öffnen des Daches durch Entfernen einiger Ziegel, konnte auf die endgültige Höhe aufgemauert werden. Ein von Josef Kuttelwascher eigens gegossener Abschlussstein aus Beton wurde unter Mithilfe des gesamten Bautrupps und mit großem Kraftaufwand an die richtige Stelle gesetzt. Im Anschluss isolierten wir den Rauchfang mit Dämmplatten und verspachtelten den freistehenden Bereich.

Endlich geschafft! Abschluss der Bauarbeiten im März 2015

Die Heizungsanlage

Die Waldviertel Tour bedankt sich bei allen Unterstützern und Spenderinnen sehr herzlich, besonders bei:

Mag. Petra Fichtinger

Josef Kuttelwascher, Caritas NÖ

Ing. Erich Peinter, Swietelsky

Oberverwalter Gerhard Haffert, Raiffeisen Lagerhaus Zwettl

Johann Ranftl, Raiffeiesen Lagerhaus Gr. Globnitz

Ewald Gegenbauer, Reissmüller BauGmbh Waidhofen/Thaya

Herbert Bichl, NKM e.U.

BH Zwettl Fachabteilung Jugend und Soziales

 

Sämtliche Bilder des Projekts finden sich auf unserer Facebook-Seite und in unserem Flickr-Album

 

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